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Dauer: 2'  
 
Uraufführung: 30.05.2017
Ort: St. Pölten - Festspielhaus
Interpret(en): Alina Knogler
Widmungsträger: Alina Knogler
Dauer: 5'  
 
Uraufführung: 28.04.2011
Ort: Wien - Haus der Musik
Interpret(en): Paul Gulda

Inspiriert von Franz Liszts Vorliebe für Klaviertranskriptionen fremder  Werke habe ich mich anlässlich der Einladung, einen kurzen Klavierbeitrag zum Liszt-Jahr beizusteuern, dafür entschieden, einen Brief von Franz Liszt für Klavier zu transkribieren. Dabei erfährt  das repetitive Element der Auslassungszeichen, die diesen Liebesbrief an Marie d'Agoult charakterisieren, ebenso eine Übertragung ins Hörbare wie das durch diese besondere Interpunktion hervorgerufene Fragmenthafte, Angesprochene, nicht zu Ende geführte …

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Uraufführung: 11.03.2015
Ort: Wien - Alte Schmiede
Interpret(en): Wolfgang Panhofer, Violoncello
Widmungsträger: Linda Faye Ferguson
Dauer: 6'  
 
Uraufführung: 01.10.2009
Ort: Wien - Lazaristenkirche
Interpret(en): Elke Eckerstorfer
Widmungsträger: Elke Eckerstorfer
Auftraggeber: Dr. Christian Heindl

Angeregt vom sprachlichen Bild, dass das Leben als Kategorien nicht nur schwarz und weiß kennt, habe ich für diese Komposition ein Instrument gewählt, das neben den im wahrsten Sinn des Wortes schwarzen und weißen Möglichkeiten auch über unzählige Farbschattierungen durch eine Vielzahl an Registern und einer noch größeren Kombinationsmöglichkeit derselben verfügt.

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Gerne habe ich die Anregung von Thomas Selditz aufgegriffen, ein Solostück für Bratsche zu schreiben. Spontan kam die Assoziation zu Goethes Gedicht "Das Veilchen" (lat. Viola) und so entstand ein "Lied ohne Worte": ein Charakterstück, bei dem mich auf der einen Seite der Widerspruch in der Bezeichnung und auf der anderen Seite ein Schlaglicht auf die durchaus interessanten weiblichen Charaktere in Goethes Text reizt.
Bei der Art der "Vertonung" waren mir Goethes Vorstellungen in Bezug auf Liedkomposition ein heimlicher Leitfaden:
Ich kann nicht begreifen, wie Beethoven und Spohr das Lied gänzlich mißverstehen konnten, als sie es durchkomponierten; die in jeder Strophe auf derselben Stelle vorkommenden Unterscheidungszeichen wären, sollte ich glauben, für den Tondichter ausreichend, ihm anzuzeigen, dass ich von ihm bloß ein Lied erwarte.
Goethes Ideal des "Strophenliedes" beachtend, wollte ich der Dreistrophigkeit des Textes soweit entsprechen, als für mich eine Strophe eine optische und inhaltliche Trennung des Textes ist, die aber den Lesefluss nicht (zer)stören darf. Das rhythmische sowie das melodische Material habe ich möglichst direkt aus dem Text gewonnen.

Dauer: 6'  
 
Uraufführung: 31.05.2007
Ort: Sankt Florian – Stiftsbasilika
Interpret(en): Mathias Giesen
Auftraggeber: Auftragswerk der erdgas oö.

Beim Lesen im Geschäftsbericht der OÖ. Ferngas AG hat mich ein Satz besonders angesprochen, beschreibt er doch ein elementares musikalisches Kompositionsprinzip: das der Veränderung, der Variation, ohne dabei das Thema aus den Augen bzw. aus dem Ohr zur verlieren.
Das Thema war schnell gefunden, darf sich doch ein Unternehmen glücklich schätzen, das so einen im wahrsten Sinn des Wortes klingenden Namen hat: ich habe einfach die musikalisch verwertbaren Tonbuchstaben des Widmungsträgers notiert: F E Re (n) G A eS.

Und weil es sich um den 50. Geburtstag handelt, taucht das Thema im Verlauf des Werkes 5 mal unverändert auf und besteht das gesamte Werk aus 3 x 50 Takten.

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Dauer: 5'  
 
Uraufführung: 06.11.2007
Ort: Wien - Konservatorium Privatuniversität
Interpret(en): Melanie Schönbichler
Widmungsträger: Melanie Schönbichler
Auftraggeber: Auftragswerk von Melanie Schönbichler, finanziert aus Mitteln des "Keith and Linda Reimers Mixon Memorial Fund"
 
 
Uraufführung: 15.04.2005
Ort: Linz - Anton-Bruckner-Privatuniversität
Interpret(en): Barbara Friedl (Herzspur), Magdalena Lang (frei schwebend)

Im Zeitalter der Technik, der Maschinen und dem Wunsch, alles messbar und damit erfassbar zu machen, liegt für mich die assoziative Verknüpfung einer „Träumerei“ mit einem EEG (=Elektroenzephalogramm) sehr nahe.
Träume spielen sich möglicherweise im Gehirn ab – und Gehirnaktivitäten kann man mit dem EEG messen. Die Rückführung dieser Hirnstromaktivitäten (daher der Titel „Unter Strom“) auf Träume ist meine künstlerische Freiheit, keine medizinische Interpretation.
Ich habe mich dabei aber nicht auf eine „inhaltliche“ Nacherzählung eines möglichen Traumes eingelassen, sondern habe graphische Auffälligkeiten der EEG-Diagramme als Anregungen für meine Kompositionen genommen.
Im Stück „Herzspur“ wird der Umstand kompositorisch verarbeitet, dass die sich am unteren Ende des Diagramms befindliche „Herzspur“ (mit ECG bezeichnet) unverändert bleibt, unabhängig davon was sich die bei den „Hirnspuren“ mehr oder weniger aufregendes tut.
Im Stück „frei schwebend“ werden die nicht zur Ruhe kommenden, metrisch gleichsam frei schwebenden Hirnaktivitäten in die Mittelstimmen des Klaviers gelegt, während die Außenstimmen eine übergeordnete Kontur entstehen lassen. Die Akkordballungen in der Mitte des Stückes entsprechen exakt dem „Rhythmus“ eines „Anfalls“-EEGs.

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Dauer: 17'  
 
Uraufführung: 27.01.2006
Ort: Landesmusikschule Gunskirchen
Interpret(en): Clemens Zeilinger
Erstaufführungen:
19.11.2009
Warschau - Österreichisches Kulturforum

Marcin Lopacki, Klavier
23.03.2008
Ufa (Russland, Baschkortostan) - Philharmonie

Albert Sassmann, Klavier
26.02.2007
Wrockaw (P) - Musikakademie

Albert Sassmann, Klavier
03.11.2006
Minsk

Albert Sassmann, Klavier
29.09.2006
Lemberg - Musikakademie

Albert Sassmann, Klavier
 
Widmungsträger: Wolfgang Rehm
Auftraggeber: Konzertvereinigung „Zusammenklänge“ aus Anlass des Mozartjahres 2006

Während der Komposition dieser beiden Klavierstücke saß ich über den Korrekturen zum Notensatz des Bandes X/28, Abteilung 3-5, Band 2 der Neuen Mozart Ausgabe mit dem Titel „Abschriften und Bearbeitungen“. Dieser Band zeigt, mit welchen Werken seiner Kollegen sich Mozart durch Abschreiben oder Bearbeiten beschäftigt hat: eine Sinfonie von Johann Michael Haydn zum Beispiel hat er mit einer langsamen Einleitung „ergänzt“.
Und damit sind wir bei der Verbindung meiner Arbeit als Notengrafiker für die NMA mit meiner Arbeit als Komponist in Bezug auf den fragmentarischen Sonatensatz in g KV 312 (KV6: 590d) von Wolfgang Amadeus Mozart (mit Ergänzungen von unbekannter Hand): meine Aufgabe bei diesen beiden Klavierstücken war es, einen Weg zu und von diesem Klaviersonatensatz zu finden. Mein Zugang war ein „spielerischer“: ich spielte mehrmals am Tag Mozarts Sonatensatz am Klavier und beobachtete, welche Elemente und Tonfolgen im Gedächtnis haften blieben.
Diesen inneren und sehr persönlichen Ausschwingvorgang (Decay) Mozart’scher Musik, der sich wie von selbst einstellt, wenn man die Musik – und zwar immer nur Phrasen davon, niemals ganze Werke – nicht mehr aus dem Kopf bringt, habe ich als Anstoß zur Komposition genommen. Und so wie sich im Laufe von Tagen ein „Nachklang“ ergeben hat, hat sich auch ein „Einschwingvorgang“ (Attack) herausgebildet. Beide Stück sind daher attacca mit Mozarts Sonatensatz verbunden und beziehen ihre Gestalt sehr direkt aus dem kompositorischen Originalmaterial, ohne jedoch ins hörbar „zitathafte“ abzugleiten.

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Dauer: 7'  
 
Uraufführung: 14.02.2004
Ort: Rosenheim
Interpret(en): Gisela Klement
Widmungsträger: Gisela Klement
Dauer: 4'  
 
Uraufführung: 27.01.2004
Ort: Linz - Brucknerhaus
Interpret(en): Ludwig Schwab
Erstaufführungen:
28.11.2006
Turku - Wäinö Aaltosen Museon

Anna Röllin, Klavier
 

Das Intermezzo ist bewusst als „Missing Link“ zwischen den beiden anderen Klaviersolostücken „anagrammophon“ und „... unvollendet ...“ komponiert; es beginnt mit dem Schlußton von „anagrammophon“ und endet mit dem Anfangston von „... unvollendet ...“ - daher auch zwei Schlüsse: einen für die zyklische Aufführung aller drei Klavierstücke und einen für die Einzelaufführung von „Intermezzo“.

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Dauer: 5'  
 
Uraufführung: 26.01.2002
Ort: Hellmondtsödt - Festsaal der Landesmusikschule
Interpret(en): Lisa Hopf

Bei einem Stück mit dem Titel ... unvollendet... ist der Bezug zu Schuberts Sinfonie in h-Moll nicht unabsichtlich sondern unvermeidbar - und unüberhörbar. Im langsamen Teil des kleinen Werkes für Lisa Hopf bilden die klingenden Tonbuchstaben des Namens SCHUBERT die Melodie zur Begleitung aus dem zu Akkorden verdichteten Anfangsmotiv der "Unvollendeten".
Die persönliche Note im wahrsten Sinn des Wortes erhält das Werk, indem ich an bestimmten Stellen die Komposition "unvollendet" gelassen habe, um den Interpreten zu ersuchen, sie mit den klingenden Buchstaben seines eigenen Vor- bzw. Nachnamens zu vervollständigen.

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Dauer: 4'  
 
Uraufführung: 13.10.2000
Ort: Leonding - Festsaal der Landesmusikschule
Interpret(en): Elisabeth Ragl
Erstaufführungen:
26.10.2008
Porec - Kroatien

Tobias Wögerer, Violoncello
 
Widmungsträger: Elisbateh Ragl

Die Bezeichnung Albumblatt für ein Musikstück spielt auf den schönen Brauch an, Freunden etwas ins Stamm- oder Gästebuch zu schreiben. Dieses Albumblatt spielt ausschließlich mit den musikalisch verwertbaren Buchstaben des Namens der Widmungsträgerin Elisabeth Ragl. Assoziationen mit berühmten Vertretern dieser Gattung sind nicht zufällig sondern unvermeidbar ...

Dauer: 3'  
 
Uraufführung: 13.02.2001
Ort: Wels
Interpret(en): Julia Habenschuss
Dauer: 21'  
 
Uraufführung: 07.12.1998
Ort: Linz - Brucknerhaus
Interpret(en): Marcus Pouget
Widmungsträger: Marcus Pouget
Satzbezeichnungen:
I
deciso
 
II
con eleganza
 
III
adagio angoscioso
 
IV
molto agitato e in ritmo ferreo
 
V
larghetto lamentoso
 
VI
vivace con speranza
 

Dieses Stück, dessen Titel ein Zitat aus dem Theaterstück über den Kunst- und Kulturbetrieb "Die Macht der Gewohnheit" von Thomas Bernhard ist, ist für den Cellisten Marcus Pouget geschrieben.
Ich muß "gestehen", zum Violoncello eine besonders innige Beziehung zu pflegen - nicht nur wegen der Vielzahl an gutklingend realisierbaren "technischen" Möglichkeiten perkussiver und klanglicher Art, sondern auch, weil ihm durch den großen Tonumfang sowohl eine sonore Tiefe als auch eine ausdrucksstarke Höhe zu eigen ist. Bernd Alois Zimmermann: "Nun erschien mir das Cello, ..., immer als das Instrument, das am ehesten der "vox humana" nahe kommt ..."
In diesem Werk wird dem Violoncello die Rolle des "pars pro toto" für musikalische Tätigkeit im Besonderen und künstlerisch kreative Tätigkeit im Allgemeinen zugeteilt, und ist von mir als Versuch gedacht, mit der Musik eine konkrete Botschaft zu vermitteln.
Es werden verschiedene Phasen des "Cellospielens gegen den Stumpfsinn" thematisiert, die von der Voraussetzung des festen Willens (decioso) ausgehend über sanfte Diplomatie (con eleganza), die Phase der Ratlosigkeit (adagio angoscioso), des "Kämpferischen" (molto agitato e in ritmo ferreo) und des Zweifelns an sich selbst (larghetto lamentoso) bis zur Hoffnung (vivace con speranza) reichen.
Als Vorspruch steht in der Partitur ein Zitat von Gilbert K.Chesterton: "Wenn die Strenge ein wenig nachgibt, so wie die Gerechtigkeit dem Erbarmen, dann liegt darin alle Schönheit der Erde."

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Dauer: 20'  
 
Uraufführung: 23.05.1999
Ort: Bad Endorf (BRD)
Interpret(en): Peter Tavernaro
Satzbezeichnungen:
I
Proömium
2'58
 
II
Odysseus
0'20
 
III
Odysseus und der Kyklop
3'36
 
IV
Die Sirenen
4'35
 
V
Der Freiermord
2'40
 
VI
Odysseus und Penelope
3'19
 

Sie kennen sicher den Begriff des "geflügelten Wortes". In der neueren Sprachforschung ist man allerdings der Ansicht, dass diese Metapher nicht von den Flügeln sondern von den Pfeilen herstammt, die an ihrem Ende mit kleinen Federchen gefiedert sind - daher der Begriff "gefiederte" Worte stellvertretend für vier Szenen aus dem Leben des Odysseus musikalisch umgesetzt.
Das Stück beginnt mit einem Proömium, einem Einleitungshymnus, in dem die Musen angerufen werden - quasi eine Art Ouvertüre - gefolgt vom Thema des Helden Odysseus. Die weiteren Szenen sind "Odysseus und der Kyklop" - "Die Sirenen" - "Der Freiermord" - "Odysseus und Penelope".

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... Als Highlight erwies sich das Oboen-Solo "Vier gefiederte Worte des Odysseus ...

Vorarlberger Nachrichten
 

... Helmut Schmidinger hat ein sehr ansprechendes Stück für Oboe solo geschrieben, das einiges an technischem Können vom Ausführenden verlangt, das aber durchwegs musiklisch überzeugt und schon das Üben (mit den erzählten Geschichten im Hinterkopf) zum Vergnügen macht.

Oboe-Fagott - das Magazin für Doppelrohrblattbläser 2/2005

 
Dauer: 3'  
 
Uraufführung: 04.03.1998
Ort: Thalheim - Festsaal der Landesmusikschule
Interpret(en): Sophia Geisselhofer
Erstaufführungen:
28.11.2006
Turku - Wäinö Aaltosen Museon

Anna Röllin, Klavier
 
Widmungsträger: Sophia Geisselhofer

Das Wort anagrammophon ist ein Kunstwort aus der Verbindung von "Anagramm" und "Grammophon" und soll "aufgezeichnete Wortverrätselung durch klingende Buchstabenversetzung" bedeuten. Die Lösung des Rätsels bleibt dem Interpreten überlassen.

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Dauer: 5'  
 
Uraufführung: 10.10.2000
Ort: Wels - Stadttheater
Interpret(en): Albin Zaininger

Dieses Stück für Marimbaphon stammt aus meiner chromatischen Novelle "Picassa". Der Marimbaspieler Pablo spricht mit seiner Musik bisher unbekannte Seiten im Wesen von Hannah, einem erblindeten jungen Mädchen, an. Der Titel "chromatische Fantasie" spielt auf den Untertitel des Bühnenwerkes "chromatische Novelle" an: ein Stück, in dem die Klangfarben eine Hauptrolle spielen. Eine thematische Anspielung an Bachs berühmte Fuge war für mich unvermeidbar.

Dauer: 6'  
 
Uraufführung: 25.05.1995
Ort: Linz - Bergtheater
Interpret(en): Viktor Mayer

Die erste Fassung dieses Werkes entstand 1995 als "Vorstudie" zum zweiten Violinkonzert, dessen Entstehung im März dieses Jahres vereinbart wurde. In der neuen Fassung (2002) habe ich zusammengefügt, was auch thematisch nicht weit voneinander entfernt ist: Ich habe große Teile der Solokadenz des ersten Satzes dieses Violinkonzertes in die "Darstellung" meiner geigerischen Vorstellungen und Erfahrungen integriert.

Dauer: 4'  
 
Uraufführung: 02.03.1997
Ort: SchlossTillysburg
Interpret(en): Helmut Trawöger
Widmungsträger: Helmut Trawöger
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Dauer: 8'  
 
Uraufführung: 05.03.1993
Ort: Salzburg - Orchesterhaus
Interpret(en): Werner Mayrhuber
Widmungsträger: Werner Mayrhuber
Satzbezeichnungen:
I
Alla marcia
 
II
Alla sarabande
 
III
Alla gigue
 
IV
Fuge
 
Dauer: 5'  
 
Widmungsträger: Gertrud Jetschgo